mehrfamilienwohnhaus

Die eigenen vier Wände aus zweiter Hand


Wer nicht selbst als Bauherr fungieren, aber dennoch in den Genuss von Immobilieneigentum kommen möchte, für den besteht eine reiche Auswahl an sogenannten Bestandsimmobilien:

 

Gebrauchte Häuser und Wohnungen, die bei Maklern oder Baufinanzierern ganz nach den eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten ausgewählt werden können.

Häufig kann mit einer Gebrauchtimmobilie auch preisgünstiger ein Eigenheim erworben werden als mit Wohnungen im Erstbezug. Wie beim Neubau kann die Finanzierung mit Hilfe eines Bausparvertrages erfolgen.

 

Anders als für Bauherren oder Erwerber einer Neubauwohnung, für die das Werksvertragsrecht gilt und daher bei Mängeln eine Gewährleistungspflicht besteht, kommt beim Kauf von Bestandsimmobilien das Kaufsvertragsrecht zur Anwendung. Mängel, die erst nach der Unterschrift beim Notar entdeckt werden, liegen nur im Falle arglistiger Täuschung in der Verantwortung des Verkäufers.

 

Professionelle Hilfe bieten spezialisierte Architekten, Ingenieure oder der Technische Überwachungsverein (TÜV).

Deren Gutachten sind selbstverständlich nicht kostenlos und sollten, ebenso wie die Kosten für Makler, Notar und Grunderwerbssteuer, mit zusätzlichen etwa zehn Prozent vom gesamten Kaufpreis einkalkuliert sein.

Empfehlenswert ist es, beim zuständigen Bauamt nachzufragen, ob noch mit Erschließungskosten zu rechnen ist.

 

Im Falle einer Eigentumswohnung sollte rechtzeitig mit der Eigentümergemeinschaft geklärt werden, welche Sanierungsarbeiten anstehen und ob dafür bereits Rücklagen gebildet wurden.