Feste Brennstoffen / Biomasse

Scheitholz
Holz hat als Energielieferant noch lange nicht ausgedient, im Gegenteil. Die neue Heizkessel- bzw. Ofentechnologie gewährleistet bereits erstaunlich hohe Wirkungsgrade bei immer weniger Betreuungsaufwand. Und unser Holzvorrat wächst und wächst: In Österreich werden derzeit kaum zwei Drittel des Holzes geschlägert, das nachwächst, die Ressourcen, sprich: Wälder, wachsen jährlich um mehr als 10 Millionen Festmeter.

Bislang war der Wermutstropfen beim Heizen mit Holz der große Bedarf an Lagerraum. Neue Formen wie Holzbriketts, Hackschnitzel oder gar Pellets stellen da schon seriöse Verbesserungen dar. Nehmen wir die Pellets, die ohne weitere Beigaben aus Sägemehl gepresst werden. Die rund 3 cm langen "Würstchen" haben den vierfachen Energiewert von Hackschnitzeln und brauchen entsprechend weniger Lagerraum. Etwa mehr als 3 Kubikmeter von ihnen entsprechen 1000 Liter Heizöl, mit 8 Kubikmetern (ungefähr 5 Tonnen) ist ein durchschnittliches Einfamilienhaus eine Saison lang beheizt.
Die Zuführung von Hackschnitzeln oder Pellets zu den Brennstoffkesseln neuester Technologie erfolgt automatisch. In Holzvergaserkesseln können schon so große Mengen Stückholz eingebracht werden, dass mehrmaliges Nachlegen am Tag entfällt. Meist sind an die Holzvergaser Pufferspeicher angeschlossen, Heizwasserboiler mit mehreren hundert Litern Inhalt, welche die Wärmeabgabegeräte gleich welchen Systems speisen.
Oft wird fälschlich die CO2-Belastung bei der Holzverbrennung beklagt. Diese Klage basiert auf einem logischen Fehler. Der Baum kann nicht mehr CO2 freisetzen, als er vorher aufgenommen hat. Würde er am Waldboden vermodern, würde er die gleiche Menge des Gases abgeben.