
Bau- und Finanzierungsberatung
Die Feststellung der eigenen finanziellen Möglichkeiten für die Anschaffung eines Eigenheimes sollte grundsätzlicher Ausgangspunkt für die Überlegung eines Hauskaufes bzw. Hausbaues sein.
In vielen Fällen zeigt es sich, dass die Wunschvorstellungen mit den finanziellen Möglichkeiten nicht übereinstimmen und dennoch versuchte "Gewaltakte" nicht nur zu Enttäuschungen, sondern auch zu hohen finanziellen Verlusten führen können.
Für letztere Fälle sind auch "Wohnbeihilfen" gedacht.
Es wäre jedoch grundwegs "falsch" anzunehmen, solchen Wohnbeihilfen auch als "Finanzierungsbestandteil" für den Kauf eines Eigenheimes heranziehen zu können.
Für eine umfangreiche Finanzierungsberatung stehen dem Interessenten nicht nur Banken und Sparkassen zur Verfügung, sondern auch die anbietenden Firmen selbst haben heute ein geschultes Personal, und dieses kann feststellen, ob eine "Realisierung" des Wunschgedankens möglich ist.
In solchen Fällen sollte jedoch ein solcher "Finanzierungsplan" Bestandteil eines Kaufvertrages werden.
Firmenunabhängig arbeiten aber sogenannte "Freie Beratungsstellen", die sich besonders mit dem Kauf von Fertighäusern befassen.
Diese Stellen werden von der Fertighauswirtschaft als große Hilfe gewertet, gibt es doch immer wieder, gerade bei der Finanzierungsfrage, große Schwierigkeiten.
Die Finanzierungsberater arbeiten eng mit Banken und Sparkassen - und hauptsächlich mit den Bausparkassen - zusammen und wissen auch über die öffentlichen Förderungen Bescheid.
Nachdem die günstigste Finanzierungsform gefunden ist, sind sie behilflich, beim ausgewählten Kreditinstitut die nötigen Darlehen zu bekommen.
Die Tätigkeit der Beratungsstellen ist für die Bauinteressenten kostenlos, und sie arbeiten völlig firmenneutral.
Wesentlich schwieriger ist es, umfangreiche bautechnische Beratungen zu erhalten.
Seit dem Wegfall der "Bauzentren" als unabhängige und neutrale Organisation verbleiben heute nur noch die Konsumentenberatungsstellen, die Beratungsstellen der Ingenieurkammer sowie der Bundes- und Landesinnung der Baugewerbe.
Ein Großteil dieser nötigen Aufklärungsarbeiten muss daher von Aufklärungsbroschüren übernommen werden.
Eine andere Form der Beratung liegt im kaufmännischen und bautechnischen Bereich. Der Fertighaus-Berater begleitet seine Klienten von der ersten allgemeinen Bauberatung über die Klärung sämtlicher Details (Baugrunddaten, Bauvorschriften, Hausform, Raumbedarf, Grundriss, Lieferumfang, Technik, Baukosten) bis zur Schlüsselübergabe.
Der nicht sattelfeste Bauinteressent kann mit dem Fertighaus-Berater zur gewünschten Firma gehen und hat die Gewissheit, dass bei Vertragsabschluss keine Fehler passieren oder wichtige Dinge vergessen werden.
